Hilfe! Ich kann nichts wegwerfen – Warum ausmisten so schwerfällt und wie du es trotzdem schaffst

Bild von kreativem Chaos

Vielleicht kennst du das: Während dem Ausmisten hältst du etwas in der Hand, was du eigentlich nicht sonderlich magst. Du würdest es gerne aussortieren, doch dann spürst du sofort ein Zögern. Irgendetwas hält dich zurück.


Vielleicht kommen dir folgende Gedanken bekannt vor:

  • „Was ist, wenn ich das doch noch irgendwann brauche?“
  • „Das war ein Geschenk, das KANN ich nicht wegwerfen!“
  • „Das ist ja noch wie neu und viel zu schade zum Aussortieren.“

Glaube mir, du bist damit nicht allein.

Dieser besorgte, innere Dialog, ist ein häufiges Phänomen während des Ausmistens. Was zunächst wie gut gemeinte Bedenken erscheint, kann jedoch schnell zu einem massiven Hindernis für dich und dein Aufräumvorhaben werden.


Hinter jedem Gegenstand, den wir nicht aussortieren können, steckt eigentlich ein zugrundeliegendes Gefühl, das uns daran hindert, loszulassen.


Schuld (= Das Gefühl, jmd. oder etwas Unrecht zu tun)


Scham (= Das Gefühl, versagt zu haben)


Sorge (= Das Gefühl, dass etwas schlimmes passieren könnte)


All diese Gefühle sind menschlich und verständlich. Sie zeigen, dass du ein Gewissen hast, dass dir Beziehungen wichtig sind und dass du achtsam sein möchtest.

Du hast ein teures Designer-Stück gekauft, es aber nie getragen? Du hast ein Geschenk bekommen, mit dem du nicht so viel anfangen kannst, deshalb lag es bisher nur unbenutzt herum?


Dann akzeptiere erst einmal, dass das so ist. Sei mitfühlend und nachsichtig mit dir selbst, anstatt dich über deine „Fehler“ oder dein Verhalten in der Vergangenheit zu ärgern.

Wenn du dich das nächste Mal schwertust, etwas auszusortieren, frage dich: „Was hat mir dieser Gegenstand beigebracht?“ oder „Welchen Nutzen hat er für mich gehabt?“


So kann dir ein nie getragenes Oberteil zeigen, dass dir schnell knitternder Stoff nicht gefällt. Oder die mit Glitzersteinen beklebte Tasse, dass du es nicht magst, Dinge von Hand abzuspülen, sondern lieber nur spülmaschinenfestes Geschirr möchtest.


Manchmal gibt es auch Gegenstände, die wir nur für eine bestimmte Situation gebraucht haben. Zum Beispiel, wenn wir im Urlaub spontan ein Jäckchen kaufen, weil es uns abends zu kalt wurde, es seitdem aber nicht mehr getragen haben.


Selbst unliebsame Geschenke haben ihren Sinn. Der Sinn eines Geschenks ist es nämlich, dem Beschenkten zu sagen „Ich habe an dich gedacht.“ Was das Geschenk ist, spielt dabei keine Rolle. Indem es übergeben wurde, hat es seine Aufgabe erfüllt.

Wenn du den Sinn oder die Lektion des Gegenstandes herausgefunden hast, freue dich und bedanke dich bei ihm für alles, was er dir gezeigt und für dich geleistet hat.


Wenn du magst, halte ihn an dein Herz, nimm wahr, was ist, lächle und wenn du ihn in die Aussortierkiste oder den Müllsack legst, sage: „DANKE, dass du mir gezeigt hast…“


Wenn du`s lieber etwas leichter und humorvoller magst, probiere doch mal beim Werfen in den Altkleidersack ein freundliches: „Danke – Tschüss!“ 😉


Du kannst dem Gegenstand auch noch gute Wünsche für die Reise mitgeben, etwa: „Ich hoffe, du wirst deinem neuen Besitzer Freude bereiten“ oder wenn er zum Recycling geht: „Du darfst gerne in anderer Form wiederkommen.“


Es gibt immer einen Grund, weshalb Dinge in unser Leben kamen. Gib ihnen die Chance, dir ihre Lektion mitzugeben. Probiere es bei nächster Gelegenheit doch mal aus und schau, was dir deine Dinge mitzugeben haben.


Sich alleine mit dem inneren, sorgenvollen Dialog auseinanderzusetzen, kann schnell überfordernd sein.


Als Ordnungscoach habe ich ein sehr feines Gespür für diese blockierenden Gefühle, die dich am Loslassen hindern und auch viel Erfahrung mit den „Lektionen“ die uns die Gegenstände mitgeben können.


Wenn du dir Unterstützung bei der Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit deinem inneren Dialog wünschst, dann melde dich gerne für ein Aufräumcoaching bei mir an.


Sehr gerne unterstütze ich dich dabei, deine Wahrnehmung zu stärken und zu spüren, was dir wirklich wichtig ist. Erlebe, das Gefühl der Erleichterung, wenn du die Dinge endlich, ganz leicht, mit Freude und Dankbarkeit loslassen kannst.

Bild von Lorena, lächelnd, freundlich und motivierend
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